Stadt Recklinghausen

Die Stadt Recklinghausen gibt im Ruhrgebiet dem zweitgrößten Kreis nach Wesel ihren Namen. Ihr dazugehöriger Kreis liegt geografisch wunderschön eingebettet zwischen der Niederrheinkante im Kreis Wesel, dem Münsterland und dem Kreis Unna, während sich südlich die kreisfreien Ruhrgebietsstädte Dortmund, Gelsenkirchen und Bottrop anschließen. Alleine durch die geografische Einbettung erkennt man sehr schnell, dass die Region zu einer der landschaftlich schönsten im gesamten Ruhrgebiet zählt.

Die Stadt Recklinghausen selbst ist in ihrem Stadtbild geprägt von historischen Elementen wie dem wunderschönen Rathaus und moderner, für das Ruhrgebiet typischen Architektur. Dazwischen findet man immer wieder alte stillgelegte Zechengelände. Sehr viel Grün hat die Stadt zu bieten und das Naherholungsgebiet rund um den Rodelberg und um die Mollbecke laden zum Erholen ein.

Auch für Nachtschwärmer ist Recklinghausen bestens ausgestattet mit angesagten In-Kneipen, Clubs und Diskotheken. Dazu kommt ein breites Spektrum an gastronomischen Einrichtungen für den kleinen Hunger zwischendurch und einige Kinos. In Recklinghausen braucht man sich sicherlich niemals zu langweilen.

Recklinghausen ist eine mittlere Großstadt mit dichter Besiedelung, einem reichhaltigen kulturellen Angebot und vielfältigen Möglichkeiten für Bewohner und Besucher. Durch ihre zentrale Lage liegt sie quasi im Herzen des Ruhrgebietes und man kann von dort aus mit dem Auto, aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die schönsten Punkte Nordrhein-Westfalens sehr schnell erreichen.

Als Ruhrgebietsstadt bietet Recklinghausen sehr viel Lebensqualität für Jung und Alt. Der Stadt gelingt es durch intelligente Stadtplanung, für junge Menschen attraktiv und lebendig zu sein, für ältere jedoch so gut gestaltet, dass sie mühelos ihr Leben dort meistern können. Diese Stadt sollte man unbedingt auf einer Reise durch das Ruhrgebiet ganz oben auf seiner Liste stehen haben.

Geografie und Anreise
Recklinghausen liegt am südlichen Rand des gleichnamigen Kreises und ist umringt von den Städten Marl, Oer-Erkenschwick, Datteln, Castrop-Rauxel, Herne und Herten. Im gesamten Ruhrgebiet nimmt Recklinghausen eine erstaunlich zentrale Lage ein, was diese Stadt so interessant für Besucher macht, die zum Beispiel mehr als nur Recklinghausen kennenlernen wollen. Recklinghausen zählt noch zum Emscherland. Die Stadt ist sehr flach und ihre höchste Erhebung ist mit 124 Metern der Rodelberg, der Bestandteil eines großen Naherholungsgebietes ist.

Recklinghausen ist über die Bundesautobahnen A2 und A43 direkt am gleichnamigen Autobahnkreuz erreichbar. Damit liegt die Stadt am wichtigsten Knotenpunkt des Ruhrgebiets. Von der A2 aus gelangt man äußerst schnell zum Autobahnkreuz Bottrop auf die A31 und damit ins Münsterland. Im weiteren Verlauf mündet die A2 in die A3 und führt direkt in das niederrheinische Gebiet über Wesel bis ins holländische Arnheim. Über die A43 gelangt man direkt nach Münster und in entgegengesetzte Richtung tiefer hinein in das Ruhrgebiet. Wer nach Recklinghausen fährt hat damit den optimalen Ausgangspunkt für alle weiteren Touren in alle Richtungen.

Von Recklinghausen aus hat der Besucher die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit alle interessanten Anlaufgebiete im Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Münsterland zu erreichen. Nur eine kurze Strecke mit dem Auto nordwärts und man wechselt in das landschaftlich traumhaft schöne Münsterland im Herzen Westfalens. Südöstlich von Recklinghausen wird es bereits bergig, wenn man Richtung Wetter oder Hagen fährt und von dort aus ins Sauerland gelangt. Westlich von Recklinghausen kommt man in das wunderschöne Niederrheingebiet rund um Wesel. Für Ausflüge bietet sich Recklinghausen also optimal an.

Geschichte
Im Hochmittelalter wurde die Region um das heutige Recklinghausen erstmals erwähnt. Zu damaliger Zeit gab es die Vest Recklinghausen, ein mittelalterlicher Gerichtsbezirk, dessen Zentrum die (heutige) Stadt Recklinghausen war. Eine Stadt war Recklinghausen ab dem Jahr 1236, ohne dass die Stadtrechte ausdrücklich verliehen wurden. Außer dass Recklinghausen zum Kurfürstentum Köln gehörte und ein zentraler Ausübungsort der kölnischen Gerichtsbarkeit war, gibt es nicht allzu vieles darüber zu berichten. Wie in vielen Orten auch, war Recklinghausen zu Zeiten der Renaissance Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse. Die letzte überhaupt auf deutschem Boden verurteilte Hexe wurde hier 1706 hingerichtet.

Vor ihrer endgültigen Eingliederung in die preußische Provinz Westfalen im frühen 19. Jahrhundert wurde Recklinghausen im Laufe der Zeit abwechselnd verschiedenen Verwaltungshoheiten zugeordnet, u.a. dem Herzogtum Arenberg. Das betraf den gesamten Zeitraum, nachdem das Kölner Kurfürstentum sich aufgelöst und zu existieren aufgehört hatte.

Mitte der 1920er Jahre kam es zu einer großen Gebietsreform, im Zuge derer zahlreiche eigenständige Bauernschaften an die Stadt Recklinghausen angegliedert wurden. Dadurch erhielt die Stadt eine größere Fläche und mehr Einwohner. Ab Ende des Zweiten Weltkrieges konnte man Recklinghausen als Großstadt bezeichnen. Mittlerweile ist Recklinghausen Kreisstadt und eine sehr bekannte Ruhrgebietsmetropole geworden. Die Stadt ist sehr engagiert auf kulturellem Gebiet und beteiligt sich 2010 an den Veranstaltungen zum Thema „Kulturhauptstadt Europas“, zu der das gesamte Ruhrgebiet auserkoren wurde. Auch Recklinghausen leistet seinen kulturellen Beitrag.